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Was sind Optionsscheine?

Es handelt sich hier wohl um den absoluten Klassiker unter den Hebelprodukten - die Rede ist von den Optionsscheinen. Doch was macht genau den Reiz aus? Der Privatanleger profitiert von den überdurchschnittlichen Bewegungen des Basiswertes. Wenig Kapitaleinsatz und hohe Gewinne - kein Wunder also, dass viele Privatanleger begeistert sind und mit Optionsscheine handeln möchten. Doch bewegt sich der Markt einmal in die andere Richtung, so sind hohe Verluste fast schon vorprogrammiert. Das heißt, es braucht eine durchdachte Strategie, sodass die Gewinne maximiert und die Verluste kleingehalten werden.

Die Definition

Bei einem Optionsschein handelt es sich um eine handelbare Rechtsform. Das ist auch der wesentliche Unterschied zu einer Aktie. Aktien sind nämlich, im Gegensatz zu den Optionsscheinen, Beteiligungen an einem Produktivvermögen. Der Optionsschein berechtigt hingegen den Inhaber, dass er einen bestimmten Basiswert zu einem bestimmten Basispreis und in einem bestimmten Bezugsverhältnis, natürlich innerhalb eines bestimmten Zeitraums, verkaufen („Put“) oder kaufen („Call“) kann.

Die vier Eigenschaften eines Optionsscheins

Die Definition des Optionsscheins macht deutlich, dass es vier zu berücksichtigende Charaktereigenschaften gibt. Der Basiswert legt in erster Linie fest, ob sich der Optionsschein auf eine Aktie, einen Index, eine Devise, auf eine Anleihe oder auf einen Rohstoff bezieht. Der Basispreis, der auch gerne als Ausübungspreis bezeichnet wird, ist jener Preis, zu dem man den Basiswert sodann verkaufen oder kaufen kann. In weiterer Folge gibt das Bezugsverhältnis an, wie viele Optionsscheine gebraucht werden, sofern man das Recht ausüben möchte. Liegt das Bezugsverhältnis etwa bei 100 zu 1, so sind in weiterer Folge 100 Optionsscheine erforderlich, sofern man die Aktie als Basiswert erwerben möchte. Die Ausübung erfolgt dann entweder per Barausgleich oder auf physischem Wege. Physisch bedeutet in diesem Fall, dass der Optionsscheinbesitzer tatsächlich auch Aktien geliefert bekommt. Aufgrund einfacherer Handhabung hat sich aber der Barausgleich durchgesetzt. Hier wird bei Ausübung der Option der Differenzbetrag des Optionsscheins gezahlt. Die Laufzeit, das vierte Kriterium des Optionsscheins, definiert die zeitliche Begrenzung des Rechts. Hier muss zwischen Optionsscheinen amerikanischer und europäischer Art unterschieden werden. Sind nämlich Optionsscheine europäischer Art nur am Laufzeitende ausübbar, so können die Optionsscheine amerikanischer Art jedoch auch während der Laufzeit ausgeübt werden.